Die Auszeichnungen

Zum GustoDer Restaurantführer Gusto 2018/2019 schreibt über uns:

"Ganz schön was los in der Hochsaison in dem hübsch herausgeputzten 8000-Seelen-Städtchen Rheinsberg, was nicht nur an der schönen Lage am Grienickersee liegt, sondern auch an den Opernfestspielen im Wasserschloss. Und selbstverständlich suchen einige der dafür angereisten Tagesgäste zuvor die beste Adresse auf – und das ist kulinarisch betrachtet seit vielen Jahren das Restaurant im Seehof Rheinsberg. Dies hat zwar keine Terrasse mit Seeblick, dafür aber einen gepflasterten Innenhof mit Empore, in dem man sich fast wie im Zentrum einer Bodega fühlt. Aber auch im halboffenen Wintergarten, im gemütlichen Restaurant oder im Eiskeller für spezielle Veranstaltungen (Rittermahl!) sitzt man sehr kommod.

Küchenchef (und zusammen mit seiner Frau Kathrin auch Inhaber) Daniel Pfeiffer bietet auf seiner kleinen Speisekarte ein schönes Spektrum an Gerichten – auch vegetarisch und für Kinder –, die er mit einer Menüempfehlung, aus der man sich frei nach Gusto drei bis sechs Gänge aussuchen kann, ergänzt. Und obwohl es sich beim Seehof nicht im eigentlichen Sinne um eine Gourmetadresse handelt – was die Qualität und Zubereitung der Produkte angeht, ist der Anspruch durchaus ambitioniert, auch bei Hausklassikern wie der Bouillabaisse mit überwiegend heimischen Fischen oder bei der geschmorten Ochsenbacke. Vor allem aber begeistert immer wieder aufs Neue neben der konstanten Qualität das außerordentlich gute Preis-Leistungs-Verhältnis.

Nach einem hausgemachten saftigen Kartoffelbrot mit Kräutercreme gab es diesmal als Auftakt des Menüs einen mit „asiatischen Gewürzen“ marinierten Thunfisch, dazu einen Gurkensalat in sehr feinen Streifen, halbierte Radieschenscheiben und Sprossen. Etwas mehr Säure hätte der Kombination nicht geschadet, aber der Thunfisch war von erstaunlich guter Qualität und hatte auch roh einen schönen „Teriyaki-Touch“. Vergleichsweise gewöhnlich, aber dennoch sehr akkurat angerichtet und gewürzt war der Insalata Caprese. Allein schon die Qualität der auf der Zunge zergehenden Mozzarella unterschied sich deutlich von der Gummimassenware beim Eckitaliener; die Tomaten schmeckten wirklich nach Tomaten – ebenso wie der Rucola kein überzüchteter war, sondern eine angenehme Schärfe hatte. Ein intensives Pesto sorgte für zusätzliche Würze und geröstete Weißbrotchips für den crunchy Effekt. Ein bisschen davon gab es auch mit Gemüsechips und Croûtons zur kross gebratenen Meerbarbe des Zwischengerichts, mit rezentem Linsenragout, Kartoffelnocken mit Basilikum und Semmelbutterschaum.

Im Menü ging's weiter mit Scheiben aus der Hirschkeule, die – so das einzige kleine Manko des Abends – nicht rosa gebraten wie annonciert, sondern schon etwas weiter durch waren. Aber die Ravioli mit sattem Gelbton und sehr schmackhafter Pfifferlingsfüllung sowie angeschmorte herzhaft- süßliche Spitzkohlstreifen machten dies mehr als wett. Außerdem überzeugte der Kabeljau à la carte auf ganzer Linie: eine dicke glasige Schnitte auf einem Krebsrisotto mit aparter Safrannote und fein-würzigen Stücken von der Schmorgurke.

Die Desserts? Wohlproportioniert und verführerisch! Sowohl das feinsäuerliche Erdbeer-/Limonen-Eis mit guten marinierten Erdbeeren, Limonenquark und Knusperhippe, als auch das Holunderblütenparfait, das nach einem schönen Sommertraum schmeckte, woran die eskortierenden kleinen Pfirsichstückchen und vollreife Erdbeeren ebenfalls ihren Anteil hatten. Die fair kalkulierte Weinkarte ist ausbaufähig, aber auch bei den offenen findet sich zu jedem Gericht ein passender Begleiter. Wie auch für das Wohl danach gesorgt ist: mit einer kleinen Digestiv- und Zigarrenauswahl."


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